Viele Kräuter im Garten
Für Kräuter-Liebhaber ist eine Kräuterspirale eine interessante Ergänzung im Garten. Besonders wer viele Kräuter mit unterschiedlichen Ansprüchen auf kleinem Raum halten möchte, sollte über den Bau einer Kräuterspirale nachdenken.
Benötigt werden ein paar Quadratmeter im Garten und etwas Baumaterial wie Schutt, Steine oder Holz sowie etwas handwerkliches Geschick.
Die Kräuterspirale ist meist kreisförmig aufgebaut und hat, von oben betrachtet, die Form einer Schnecke. Sie wird deshalb auch häufig Kräuterschnecke genannt.
In der hochgelegenen Mitte der Kräuterspirale ist der Boden auf trockensten und besteht meist aus sandigem, groben Material. Dieser Bereich wird auch mediterrane Zone genannt weil sich hier sonnenhungrige mediterrane Kräuter wie Rosmarin, Salbei, Thymian, Olivenkraut, Zitronenverbene und Lavendel am wohlsten fühlen.
Etwas tiefer folgt die normale Zone mit humosem Boden und etwas weniger Sonne. Hier wachsen zum Beispiel Kümmel, Mutterkraut, Pimpinelle oder Schnittlauch.
An die normale Zone schließt die nasse Zone an. Sie hat frisch-feuchten, nährstoffreichen humosen Boden. Klassische Vertreter dieses Bereiches sind Baldrian, Dill, Portulak und Schnittsellerie.
Am Fuße der Kräuterspirale findet sich die nasse Zone, die oft ein kleiner Teich ist in dem sich das abfließende Wasser sammelt. Heimische Pflanzen wie die Bachbunge oder die Wasserminze passen in diesen Lebensraum.
Bei der Bepflanzung der einzelnen Bereiche ist es nicht nur wichtig, die Pflanzen nach ihren Ansprüchen auszuwählen, sondern auch nicht zu dominante Kräuter zu pflanzen die weniger wüchsige verdrängen könnten.
Ist eine Kräuterspirale erst richtig bewachsen, lassen sich unterschiedlichste Kräuter ernten und stellen eine schöne Bereicherung für die Küche dar.
